Die Tierschutzkampagne

Astrid Lindgrens Streitbarkeit und die Neuigkeit von ihrem Tierschutzgesetz verbreitete sich in der ganzen Welt. Internationale Fernsehgesellschaften standen Schlange, um eine Reportage mit ihr zu machen. Das Gesetz, das "Lex Lindgren" genannt wurde, hielt jedoch nicht, was der Staatsminister versprochen hatte.

"Das war gemein", kommentiert Astrid Lindgren. "Einem erst ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk zu versprechen und dann die Hälfte zurückzunehmen."

Aus: "Astrid Lindgren - Ein Lebensbild" vonMargareta Strömstedt

Aber alles in allem hat Astrid Lindgrens und Kristina Forslunds drei Jahre währende Kampagne für erträglichere Bedingungen für die Haustiere eine klare durchschlagende Meinungsänderung bewirkt - vielen Konsumenten wurden die Augen geöffnet. In der Frage der täglichen Ernährung begann man Ethik und Qualität zu diskutieren.

Die Tierschutzkampagne wurde in dem Buch Meine Kuh will auch Spaß haben von Astrid Lindgren und Kristina Forslund dokumentiert.


Tierschutzgesetz als Geschenk zum 80. Geburtstag


Astrid Lindgren wird mit einem großen Fest im Theater Göta Lejon in Stockholm gefeiert. Unter den Gratulanten ist auch Staatsminister Ingvar Carlsson. Er beendet seine Rede mit den Worten:

"Mein Geschenk, Astrid, ist also unser Versuch,ein richtig gutes Tierschutzgesetz zu machen,das jedenfalls besser ist als das im Augenblick gültige und mit dem du hoffentlich einigermaßen zufrieden bist!"

Astrid Lindgren in Meine Kuh will auch Spaß haben: "Wir, Kristina* und ich, jubelten. Fantastisch, in dem Gesetzentwurf stand doch tatsächlich, dass alle Tiere gegen Leiden und Krankheiten geschützt werden sollten und dass sie auf die für sie natürliche Weise würden leben dürfen. Ja, so stand es da schwarz auf weiß."

(*) Kristina Forslund, Veterinärmedizinerin und Astrids Mitkämpferin in der Tierschutzdebatte


Astrid Lindgren und Ingvar Carlsson

"Lex Lindgren", und was ist daraus geworden?


<< zurück