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Der Konflikt um die Rede "Niemals Gewalt!" Astrid schreibt die Rede Niemals Gewalt!, um sie
als Dankesrede bei der Entgegennahme des Friedenspreises des Deutschen
Buchhandels zu halten. Offenbar ist Astrid Lindgren auf empfindliche Zehen getreten.
Die Rede muss entsprechend den Regeln von den Veranstaltern im Vorhinein
geprüft werden - und nach der Prüfung wird ihr vorgeschlagen,
den Preis einfach entgegenzunehmen, ohne Rede. Astrid antwortet darauf,
wenn man den Preis einer Kinderbuchautorin verleiht, muss man auch akzeptieren,
dass sie ihre Rede im Kinderzimmer beginnt, sonst würde sie davon
absehen zu kommen. Astrids Rede in Kürze "Müssen wir uns nach diesen Jahrtausenden ständiger Kriege nicht fragen, ob der Mensch nicht vielleicht schon in seiner Anlage fehlerhaft ist? (---) Gibt es denn da keine Möglichkeit, uns zu ändern, ehe es zu spät ist? (---) Ich glaube, wir müssen von Grund auf beginnen. Bei den Kindern." "Niemals Gewalt!" Hat es irgendwas gebracht? Ein Jahr nachdem Astrid ihre Rede Niemals Gewalt! gehalten
hatte, bekam Schweden ein Gesetz gegen Züchtigung und elterliche
Gewalt gegen Kinder. Für Deutschland war der Weg dorthin noch weit.
Aber Astrid Lindgrens Auftreten in Frankfurt hat Spuren hinterlassen. Aus: "Astrid Lindgren - Ein Lebensbild" von Margareta Strömstedt |
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